Warten, einsteigen, ans Ziel kommen. Die Idee der Mitfahrbänke ist simpel. Dennoch werden sie in der Samtgemeinde Tarmstedt so oft genutzt wie ein Steakmesser im Veganer-Haushalt. Nach einem Test hat unser Reporter eine Ahnung, woran das liegt. In der Samtgemeinde Tarmstedt gibt es längst mehr als ein Dutzend Mitfahrbänke. In Bülstedt, Hepstedt, Dipshorn und vielerorts dazwischen stehen sie wie Mahnmale, die daran erinnern, dass in Deutschland vieles im Argen ist, was mit Mobilität zu tun hat. Wer sich setzt, etwa auf die Bank an der Wilstedter Straße in Tarmstedt, der hat viel Zeit über diese Defizite nachzudenken. Über fehlende Buslinien. Über vorbeifahrende SUVs, die aussehen, als könne man mit ihnen die Krim befreien. Über hohe Spritpreise und die Klagen darüber, die umso absurder erscheinen, je beherzter die Fahrer nach dem Abbiegen aufs Gaspedal treten. Oder darüber, dass auch noch 20 Minuten kein Fahrrad zu sehen ist. Kein einziges. Nicht mal ein E-Bike. Die ...